"Entspannung und Abenteuer bei Individual- und Privatreisen auf Bali"
Miemin M Sugitha

Die Kunst der Töne - Gamelan in Kürze

Für abendländische Ohren klingen die Gamelan Melodien zunächst ungewohnt. Die Melodik, Rhythmik und Harmonik folgen andern Gesetzen als in der westlichen Musik. Anders als die westliche Musik besitzt die Musik Balis nicht den Charakter einer selbständigen Kunst, sondern dient in erster Linie zur Begleitung der Ritualtänze und Tanzdramen sowie zur musikalischen Untermalung der Schattenspiel – Darbietungen.

Während in westlichen Orchesten Seite – und Blasinstrumente dominieren, ist ein Gamelan ein Ensemble von Schlagspielen. Die rhytmisch kontrapunktierenden Kendang, mit Fell bespannte und mit beiden Händen geschlagene trommeln, geben die Tempi vor. Der erste Kendang – Spieler fungiert als Leiter der Orchesters, der die Einsätze gibt und bei der Begleitung von Tänzen durch gezielte Schläge die Gesten und Bewegungen unterstreicht.

Wichtige Instrumente zum Spielen der Kernmelodie sind die “Gender” (Metallofone mit Bambus – Resonanzkörpern, bei denen der Musikant mit einem Hämmerchen die schwebend aufgehängten Metallstäbe anschlägt und sie mit der Hand sofort wieder abdämpft), die “Gambang” (Xylofone mit Holztasten) und die”Reyong” (lang ausklingende Kesselgongspiele, die aus Doppelreihen kleiner liegenden Gongs bestehen). Gröβere Bronzegongsbringen die grundstruktur des Musikstückts zum Ausdruck. Nicht fehlen durfen die “Ceng Ceng” (kleine Handzimbeln) und als  einzige Blasinstrumente die “Suling” (Bambusflöten). Besondere tonale Akzente setze die “Rebab” (zweiseitige Streichinstrumente)